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Senatorin Sandra Scheeres begrüßt Humanistische Fachschule für Sozialpädagogik (HFS) in Berlin

Sandra Scheeres bei der Eröffnung der HFS
10. Februar 2012

Die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, hat heute gemeinsam mit dem Präsidenten des HVD Berlin-Brandenburg, Norbert Kunz, die Humanistische Fachschule für Sozialpädagogik (HFS) am Märkischen Ufer 28-34 (3. OG), 10179 Berlin eröffnet.

Die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres sagte, dass sie sich freue, dass der HVD Berlin-Brandenburg eine humanistisch ausgerichtete Fachschule für Sozialpädagogik gegründet habe. Die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sei ein wichtiger Baustein, um Berlin als kinder- und familienfreundliche Stadt, in der Beruf und Familie gut vereinbar seien, weiter attraktiv zu halten.

Kinder- und Jugendpolitik haben in Berlin einen hohen Stellenwert. Mein Leitmotiv ist die kinder- und familienfreundliche Stadt Berlin. Hierzu gehört ganz zentral der Ausbau der Kita-Plätze: Bis 2015 wollen wir bedarfsgerecht bis zu 19.000 Kita-Plätze schaffen, damit Beruf und Familie noch besser miteinander vereinbart werden können. Zusätzlich braucht das Land gut ausgebildete, fachlich qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher, die in den Einrichtungen arbeiten und unseren Anspruch an Qualität erfüllen. Vor allem brauchen wir auch mehr männliche Erzieher sowie Erzieherinnen und Erzieher mit Migrationshintergrund. Dazu trägt die heute eröffnete Fachschule bei.

Den 19 angehenden Erzieherinnen und Erziehern des ersten Jahrgangs gab Bildungssenatorin Sandra Scheeres dabei einige ihrer persönlichen Erfahrungen mit auf den Weg:

Ich bin selbst auch Erzieherin und weiß, welche Herausforderungen jeden Tag auf die pädagogischen Fachkräfte zukommen. Der Erzieherberuf ist ein schwieriger Beruf mit großen Belastungen, aber ich finde, dass man auch sehr viel Positives weitergibt und auch Bildungsbiografien mit gestaltet. Das ist etwas ganz Tolles, was man immer vor Augen haben muss.

Senatorin Scheeres begrüßte auch ausdrücklich die weltlich-humanistische Ausrichtung der Fachschule für Sozialpädagogik. „Ich bin überzeugt, sie werden Erfolg haben", sagte sie in diesem Zusammenhang.

Der Präsident des HVD Berlin-Brandenburg, Norbert Kunz, ging während der feierlichen Eröffnung ebenfalls nochmals auf die humanistische Ausrichtung der Fachschule ein:

Mit der Humanistischen Fachschule Sozialpädagogik ist eine Vision Wirklichkeit geworden. Endlich gibt es eine weltliche Alternative zu den konfessionell gebundenen Privatschulen. Die Nachfrage nach gut qualifiziertem Fachkräftenachwuchs in Berlin ist enorm. Viele Eltern wünschen sich Partner für die Erziehung ihrer Kinder, die sich an Werten wie Selbstbestimmung und Demokratie, Toleranz und Solidarität orientieren – ohne Rückgriff auf Religion. Mit unserer neuen Fachschule gehen wir auf diese große Nachfrage ein. Die Berliner Bildungslandschaft erfährt mit unserer Fachschule eine wichtige und notwendige Bereicherung.

Bislang gibt es in Berlin fünf staatliche und 21 private Schulen zur Erzieher/-innen-Ausbildung.

An der Humanistischen Fachschule für Sozialpädagogik haben am Montag 13 Studentinnen und sechs Studenten ihr Teilzeitstudium aufgenommen. In den nächsten drei Jahren werden sie drei Tage in einer 23 der Humanistischen Kindertagesstätten bzw. sechs Jugendeinrichtungen Erfahrungen im pädagogischen Alltag sammeln. An den verbleibenden zwei Tagen reflektieren sie diese gemeinsam im Rahmen ihres Studiums. Im Mittelpunkt des Studiums steht dieser handlungsorientierte Ansatz, um Theorie und Praxis eng zusammenzuführen und den angehenden Erzieher/-innen die idealen Voraussetzungen für den pädagogischen Alltag in die Hand zu geben.

Die Leiterin der Humanistischen Fachschule für Sozialpädagogik, Beate Heeman, führte zum Inhalt des Studiums aus:

Hier wirken die Studierenden von Anfang an mit, indem sie fragen: Was brauchen wir, damit wir lernen können? Wir schaffen dadurch eine Lernatmosphäre, die geprägt ist durch Anerkennung und Wertschätzung. Und die Lust auf Lernen macht, denn das ist die Aufgabe, die die Studierenden weiterzugeben haben. Was bewirken wir? Was verändern wir? Ganzheitliches Denken, pädagogische Kompetenzen, eine den Menschen wertschätzende und verantwortungsvolle Haltung und Schule die Spaß macht! Das geht nämlich auch. Der Mensch macht's.