Am Lebensende fern der Heimat: Fachtagung zu Migration und Sterben in der FES
Fachtagung des HVD Berlin-Brandenburg und der Friedrich-Ebert-Stiftung am 9. bis 10. Februar 2012
Was bedeutet es, fern der Heimat zu sterben und welche Schlüsse lassen sich daraus für die Mitarbeiter/-innen in Pflegeeinrichtungen, Altenheimen, Krankenhäusern und Hospizdiensten ziehen? Diese Fragen stehen auf der Fachtagung „Am Lebensende fern der Heimat – Tod und Sterben in einer Migrationsgesellschaft“ vom 9. – 10. Februar 2012 im Mittelpunkt. Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg mit seinem interkulturellem Hospiz Don Ban Ja und die Friedrich-Ebert-Stiftung führen gemeinsam die Veranstaltung in der Friedrich Ebert Stiftung, Hiroshima Straße 17, 10785 Berlin durch.
Neben Derya Wrobel vom Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg, die am ersten Fachtag über das Sterben von Migrant/-innen in Heimen fern ihrer Heimat referiert, wird der Migrationsforscher Prof. Dr. Philip Anderson über die interkulturelle Sterbebegleitung in Deutschland einen Vortrag halten. Barbara John, Vorstandesvorsitzende des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, der Mediziner Dr. Michael de Ridder, Ulrike Dausel, Humanistische Beraterin in Belgien und Ülker Radziwill, Sozialpolitische Sprecherin der Berliner SPD-Fraktion und Landesvorsitzende werden am zweiten Veranstaltungstag in einer Podiumsdiskussion die aufgeworfenen Fragen der Teilnehmer/-innen beantworten.
Ferner erhalten die Teilnehmer/-innen in Workshops theoretische und praktische Anregungen von Experten aus der Migrationsforschung und dem Pflegealltag, wie Begegnungen mit Patienten mit Migrationshintergrund gelingen können.
Denn die Arbeit mit Patienten und ihren Familien mit einer Migrationsgeschichte werden im Pflegealltag immer wieder als eine Herausforderung wahrgenommen. Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Altenheime und Hospizdienste sind kaum auf die Sterbebegleitung von Menschen mit fremdem kulturellem Hintergrund vorbereitet. Schnell können die Bedürfnisse eines sterbenden Migranten und seiner Angehörigen in den Hintergrund gedrängt werden, sobald es um Diagnose, Forschung und Hygiene geht.
