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HVD Berlin-Brandenburg öffnet eigene Geschäftsstelle in Potsdam

17. Februar 2012

An diesem Freitag, den 17. Februar 2012, hat der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg seine Potsdamer Geschäftsstelle in der Jägerstraße 36 eröffnet. Mit der Eröffnung der Geschäftsstelle in der Brandenburger Landeshauptstadt will der HVD Berlin-Brandenburg vor Ort aktiv werden und sich stärker in gesellschaftliche Debatten einbringen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Potsdam – Potsdam-Mittelmark II – Teltow-Fläming II, Andrea Wicklein, die Staatssekretärin der Finanzen des Landes Brandenburg, Daniela Trochowski (DIE LINKE), sowie die stellvertretende Bürgermeisterin von Potsdam, Elona Müller-Preinesberger (parteilos) kamen zur Eröffnung der Räume des HVD.

Der Präsident des HVD Berlin-Brandenburg, Norbert Kunz, sagte anlässlich der Eröffnung der Geschäftsstelle ein gutes halbes Jahr nach der Fusion beider Landesverbände: „In Brandenburg sind rund 80 Prozent der Menschen konfessionslos. Das Interesse vieler Menschen an weltlichen Angeboten, wie Lebenskunde, Jugendfeiern oder der Patientenverfügung, ist deshalb groß. Mit unserer Geschäftsstelle wollen wir im Herzen der Landeshauptstadt Potsdam unsere Strukturen stärken, einen Ort der Begegnung aufbauen und von hier aus unsere Angebote für Brandenburg ausbauen."

Die Potsdamer Bundestagsabgeordnete der SPD, Andrea Wicklein, sagte, dass sie über die stärkere Präsenz des Humanistischen Verbandes in Potsdam froh sei. Wicklein hatte sich in den vergangenen Jahren bereits beim Potsdamer Regionalverband des HVD engagiert, Informationsveranstaltung zur Patientenverfügung gemeinsam mit dem Verband durchgeführt und bei den JugendFEIERn des Verbandes zu den Jugendlichen gesprochen.

Daniela Trochowski, die Staatssekretärin für Finanzen des Landes Brandenburg, begrüßte ebenfalls ein verstärktes Engagement des Verbandes in Brandenburg. „Wenn man keiner Religion anhängt, heißt das nicht, dass man keine Werte hat. Man vertritt einfach andere Werte." Aus diesem Grund wünschte sie dem Verband viel Erfolg dabei, die Interessen der Konfessionsfreien in Brandenburg stärker zu vertreten und sich in ethische Debatten einzumischen.

Die stellvertretende Potsdamer Bürgermeisterin Elona Müller-Preinesberger sagte, dass der Ausbau der humanistischen Angebote in Potsdam eine Bereicherung für die Stadt darstelle. „Der Mensch muss die Möglichkeit haben, für sich auszuwählen, wo er Unterstützung suchen will", sagte sie.

Die Geschäftsstelle des HVD Berlin-Brandenburg soll künftig die zentrale Anlaufstelle bei Auskunft, Information und Beratung zu Angeboten des praktischen Humanismus in Brandenburg sein. Dazu gehören u.a. Dienstleistungen zur humanistischen Lebenshilfe, etwa die Patientenverfügung oder die Beratung unseres Betreuungsvereins, das ehrenamtlich organisierte Seniorentelefon, die JugendFEIERn, der Humanistische Lebenskundeunterricht sowie die Betreuung von Kindern in humanistischen Kindergärten. Die Berliner und Brandenburger Humanisten hatten im Juni vergangenen Jahres entschieden, zu einem gemeinsamen Landesverband zu verschmelzen und so mit vereinten Kräften den Humanismus in Berlin und Brandenburg zu stärken und auszubauen.

Die Adresse der Geschäftsstelle lautet:

Humanistischer Verband Deutschlands, LV Berlin-Brandenburg e.V.

Jägerstraße 36

14467 Potsdam