Direkt zum Inhalt

Kuratorium

Mitglieder im Kuratorium des HVD sind: Seyran Ateş, Dr. Ulrich Bleyer, Prof. Hark Bohm, Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns, Prof. Dr. Hubert CancikEckhard Feddersen, Dr. Siegfried Heimann, Rolf Dieter Kreibich, Dr. Dorothea Kolland, Stefan LiebichMark Rackles, Dr. Michael de Ridder, Iris SprangerBarbara Scheffer, Nicolai Schley,  Swen Schulz, Prof. Dr. Jörg Soller, Alice Ströver, Winfried Sühlo, Jens von Wedel und Prof. Dr. Gerald Wolf.

Seyran Ateş, geb. 1963 in Istanbul, ist Rechtsanwältin für Straf- und Familienrecht und Autorin zahlreicher integrationspolitischer Schriften. Sie befasst sich dabei insbesondere mit den Rechten muslimischer Frauen. Sie engagiert sich seit Jahren für die Gleichberechtigung der Frau, positioniert sich gegen das muslimische Kopftuch, gegen Zwangsheirat und Ehrenmorde. Als Mitglied der Deutschen Islamkonferenz und Teilnehmerin des Integrationsgipfels der Bundesregierung vertrat sie die These, dass das Konzept der Multikulturalität gescheitert sei. Für ihr Engagement für muslimische Frauen erhielt sie 2006 den Ossip-K.-Flechtheim-Preis des HVD. Dies ist nur eine von zahlreichen Auszeichnungen – darunter u.a. das Bundesverdienstkreuz am Bande, den Verdienstorden des Landes Berlin oder den Johann-Philipp-Palm-Preis für Meinungs- und Pressefreiheit –, die sie erhalten hat. Wegen gewalttätiger Anfeindungen und Bedrohungen gab sie im August 2006 ihre Anwaltszulassung kurzzeitig zurück. Aufgrund der anhaltenden Bedrohungen ihrer Person und ihrer Familie beschloss sie im vergangenen Herbst, sich komplett aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Seyran Ates ist alleinerziehende Mutter einer Tochter.

Dr. Ulrich Bleyer, geb. 1950 in Zwickau, ist Programmdirektor und Geschäftsführer der Urania Berlin e.V. Nach seinem Studium der Physik an den Universitäten Jerewan und Leningrad arbeitete er von 1974 bis 1987 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Astrophysik der Akademie der Wissenschaften der DDR, wo er 1981 auch promovierte. Anschließend wechselte er an das Einstein-Laboratorium für Theoretische Physik dieser Akademie. Es folgten die Habilitation 1988 und die Arbeit in einem Forschungsprojekt von 1992 bis 1995,  Lehraufträge an der Universität Potsdam, Forschungsaufenthalte u.a. in Konstanz, Köln, London und Warschau. Mehr als einhundert Publikationen sind Ergebnis dieser wissenschaftlichen Arbeit. Für Dr. Bleyer gehörten Lehrerweiterbildung und populärwissenschaftliche Vorträge im Rahmen der Urania immer zu seiner wissenschaftlichen Arbeit. Seit 1988 engagierte er sich in verschiedenen Gremien der Urania-Verbände auf Landes- und Bundesebene, besonders bei den Neugründungen nach der Wiedervereinigung. 1995 erhielt er den Ruf an die Urania nach Berlin.

Prof. Hark Bohm, geb. 1939 in Hamburg, ist Schauspieler, Drehbuchautor, Filmregisseur und Produzent. Bohm studierte Rechtswissenschaften, brach sein Referendariat in München ab und widmete sich ganz der Filmkunst. Er wirkte in vielen Fassbinder-Filmen mit. Er gründete mit mehreren Autorenfilmern den Filmverlag der Autoren sowie das Hamburger Filmbüro. Gemeinsam mit Werner Herzog, Volker Schlöndorff und Wim Wenders initiierte er 1979 das Hamburger Filmfestival. Seit 1992 hatte er in Hamburg eine Professur inne, 1993 gründete er das Fach Filmstudium an der Universität Hamburg.

Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns, geb. 1941 in Hannover, ist Unternehmensberater, Jurist und Hochschullehrer. Von 1974 bis 1986 leitete er die Alice-Salomon-Fachhochschule Berlin. Unter seiner Führung entwickelte sich die Fachhochschule zu einer der führenden Fachhochschulen für Soziale Arbeit über Deutschland hinaus. Anschließend war er als Geschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPW) in Berlin bis 2003 tätig. Unter seiner Leitung entwickelte sich der DPW Berlin zum meinungsführenden Wohlfahrtsverband über Berlin hinaus und zu einer leistungsfähigen Lobbyorganisation für seine Mitglieder und für soziale Belange. Nach der Wende baute er für den Verband ein überregionales Gesundheitsunternehmen mit knapp 4.000 Mitarbeitern auf und leitete dies bis zu seinem Ausscheiden. 2005 gründete er mit Partnern das inzwischen international tätige Beratungsunternehmen alpheios GmbH und leitet dies. U. a. hat alpheios GmbH den Masterplan „Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg“ für den Senat von Berlin und die Landesregierung Brandenburg entworfen und koordiniert das Network for Better Medical Care Berlin. Prof. Brauns ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Prof. Dr. Hubert Cancik, geb. 1937 in Berlin, studierte Philologie, Altorientalistik und Theologie an den Universitäten Berlin (FU), Münster, Manchester und Tübingen. Promotion (1964) und Habilitation (1969) im Fach Klassische Philologie; lehrte Altes Testament/ Einleitungswissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät; Religionswissenschaft, Latinistik, Wissenschaftsgeschichte an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Eberhard-Karls-Universität Tübingen – bis zur Emeritierung im Jahre 2003. Mitarbeiter/ Herausgeber/ Leiter u. a. an den Projekten „Religionsgeschichte Deutschlands“; „Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe“; „Der Neue Pauly“; „Römische Reichs- und Provinzreligion“; „Die Religion in Geschichte und Gegenwart“; „Franz Overbeck. Werke und Nachlaß“. In Verbindung mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen arbeitet er über Geschichte, Begründung und Zukunftsfähigkeit des europäischen Humanismus als einer Bildungstradition und einer humanitären Praxis. 2008 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen. Hubert Cancik ist verheiratet, hat zwei Töchter und drei Enkel.

Eckhard Feddersen, geb. 1946 in Husum, studierte zwischen 1966 und 1971 Architektur an der TU Karlsruhe, in den USA und der TU Berlin. Nach Studienabschluss war er als bis 1975 als Assistent an der TU Berlin angestellt, gründete aber schon 1973 mit Wolfgang von Herder ein Architekturbüro. 2002 gründete er sein eigenes Architekturbüro feddersenarchitekten. Seit 1996 ist er Mitglied in verschiedenen Expertengremien und Beiräten, u.a. im Stadtforum, der Nord-Ost-Kommission, der Zukunftsinitiative Wohnen im Bestand, dem Zukunftsforum Langes Leben und des Arbeitskreises „Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen“ im Bund Deutscher Architekten. Er war als Planungsdirektor für die Bauausstellung Berlin 1999 verantwortlich und initiierte den „Kompetenzkreis Gesundheit Behinderung Pflege in Berlin“. Er ist Mitherausgeber des „Entwurfsatlas Wohnen im Alter" und als Experte bei Gutachten und Modellvorhaben für barrierefreie Stadtquartiere und Universal Design tätig. Eckehard Feddersen versteht sich als Netzwerker und Mittler zwischen Akteuren der Sozial- und Gesundheitspolitik, Verbänden sowie Akteuren der Pflege- und Wohnungswirtschaft. Sein Architekturbüro war vom HVD Berlin-Brandenburg mit dem Kindertages- und Nachthospiz betraut.

Dr. Siegfried Heimann, geb. 1939, ist Historiker und Politikwissenschaftler. Er wirkt als Privatdozent am Otto-Suhr-Institut an der Freien Universität in Berlin und am Dartmouth-College in Hannover und New Haven (USA). Er beschäftigt sich insbesondere mit der Geschichte der Parteien, der Nachkriegsgeschichte sowie der Ostberliner SPD und ist Mitherausgeber der Zeitschrift Werkstatt Geschichte. Als Experte auf diesen Fachgebieten wurde Siegfried Heimann zum Vorsitzenden der Historischen Kommission der SPD Berlin berufen. Darüber hinaus ist er Mitglied der Historischen Kommission beim Parteivorstand der Bundes-SPD.

Rolf Dieter Kreibich, geb. 1938 in Dresden, ist ein deutscher Physiker, Soziologe und Zukunftsforscher. Von 1956 bis 1960 studierte er Mathematik und Physik in der damaligen DDR. Bei der Errichtung der Mauer floh Kreibich in den Westen und begann ab 1965 ein Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der FU Berlin. 1968 wurde Kreibich als erster Nichtprofessor zum Leiter des Instituts gewählt und nur ein Jahr später zum Präsidenten der FU Berlin. Nach dem Ende seiner Amtszeit 1976 beschäftigte er sich mit der Zukunftsforschung. Von 1981 bis 2012 war er Direktor und Geschäftsführer des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) in Berlin. Von 2012 bis 2013 war er Ehrenpräsident des IZT. Seither widmet er sich dem von ihm 1990 gegründeten Sekretariat für Zukunftsforschung (SFZ). 2013 wurde Rolf Dieter Kreibich mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Dr. Dorothea Kolland, geb. 1947 in Selb, ist deutsche Musikwissenschaftlerin und Leiterin des Amtes für Kultur und Bibliotheken Berlin-Neukölln. In München, Florenz und Berlin studierte sie Gesang, Musikwissenschaften, Italianistik, Soziologie (u.a. bei Wolf Lepenies) und Evangelische Theologie. Anschließend promovierte sie zu Jugendmusikbewegungen in Berlin. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Bildungsreferentin bei der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung. Seit 1981 ist sie Leiterin des Kulturamts Neukölln. In dieser Funktion hat sie zahlreiche Projekte und Ausstellungen angeschoben und durchgeführt, bei denen Menschen unterschiedlicher kultureller und sozialer Prägungen zusammenfinden und in dauerhafte Dialoge eingebunden werden. Dorothea Kolland hat zur Unterstützung dieser vielfältigen Projekte gemeinsam mit anderen Neuköllner Initiativen die Gründung des Kulturnetzwerk Neukölln e.V. sowie der Bürgerstiftung Neukölln initiiert. Darüber hinaus ist Dorothea Kolland in zahlreichen weiteren Gremien und Kommissionen aktiv, u.a. im Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., im Berliner Rat für die Künste sowie im Beirat des Hauptstadtkulturfonds. Durch ihr engagiertes hauptberufliches und ehrenamtliches Handeln hat sie entscheidend zum Erhalt und Ausbau des kulturellen Lebens in Neukölln beigetragen. Seit Jahren ist sie eine feste Größe in der Stadt. Für ihr bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich erhielt sie 1997 das Bundesverdienstkreuz. Dorothea Kolland ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Stefan Liebich, geb. 1972 in Wismar, ist Politiker der Partei Die Linke. Er ist Mitglied des Deutschen Bundestags der Partei Die Linke. An der Technischen Fachhochschule in Berlin studierte er von 1992 bis Betriebswirtschaftslehre und arbeitete nebenher bei IBM. Doch statt nach seinem Studium bei dem Großkonzern anzuheuern, kandidierte er für das Abgeordnetenhaus und gewann den Sitz für den Wahlkreis Marzahn-Biesdorf. Auch bei den Wahlen 1999 und 2001 gewann er den Marzahner Sitz. 2001 wurde er auch zum ersten Mal zum Landesvorsitzenden der PDS gewählt, zwei Jahre später erfuhr er die Bestätigung in seinem Amt. Im Abgeordnetenhaus übernahm er 2002 den Fraktionsvorsitz, den er bis 2006 ausfüllte; anschließend war er bis 2009 stellvertretender Fraktionsvorsitzender. In dem Jahr trat er als Direktkandidat für Die Linke bei den Bundestagswahlen an und setzte sich in dem schwer umkämpften Bezirk Berlin-Pankow durch. Dort ist er einer der Vertreter im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten. Stefan Liebich ist Initiator des innerparteilichen Forums demokratischer Sozialismus, in dem sich Teile des reformorientierten Flügels der Partei Die Linke organisieren.

Mark Rackles, geb. 1966 in Heilbronn, ist seit 2011 Staatssekretär für Schule in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft in Berlin. Rackles studierte zwischen 1988 und 1996 Betriebswirtschaftslehre und Politologie an der FU Berlin. Sein Studium beendete er mit einem doppelten Diplom. Im Anschluss war er bis 2000 als Berater tätig, bevor er in die Berliner Senatskanzlei wechselte. Dort war er mit verschiedenen Funktionen betraut, zwischen 2007 und 2011 leitete er das Referat Europapolitik. Schon während seines Studiums engagierte sich Rackles in der SPD Berlin in verschiedenen Funktionen. Er war u.a. Kreisvorsitzender der SPD in Friedrichshain-Kreuzberg, Mitglied des Landesvorstands, Bundesparteitagsdelegierter, Mitglied im SPD-Parteirat sowie stellvertretender Landesvorsitzender der SPD Berlin. Von 2004 bis 2012 war er Sprecher der Berliner SPD-Linken. Seit 2012 ist er Beisitzer im Landesvorstand der Berliner SPD. Rackles engagiert sich außerdem bei verdi, dem Forum DL21 e. V., Transparency International e.V., ATTAC Deutschland und der AWO Berlin. Er ist Mitglied im Kuratorium der „Stiftung Bildung“ und ist Vorstandsvorsitzender des Instituts für Schulqualität der Länder Berlin und Brandenburg e.V. (ISQ). Mark Rackles ist verheiratet, hat zwei Töchter und einen Sohn.

Dr. Michael de Ridder, geb. 1947 in Ratingen, ist Chefarzt der Rettungsstelle des Berliner Urban-Krankenhauses. Nach seinem Studium der Biologie und Medizin arbeitete er als Medizinalassistent in Hamburg und Schleswig-Holstein. 1980 approbierte er als Arzt, arbeitet eine Zeit lang als medizinischer Assistent in Hamburg und 1982 einige Monate als medizinischer Nothelfer in kambodschanischen Flüchtlingslagern in Thailand. Zurück in Deutschland beginnt er seine Facharztausbildung für Innere Medizin, die er 1988 abschließt. 1994 tritt er die Leitung der Rettungsstelle und Aufnahmestation des Vivantes-Klinikums Am Urban an. 2004 übernimmt Michael de Ridder den Vorsitz des Kuratoriums der Hans-Joachim-und-Käthe-Stein-Stiftung für Palliativmedizin. Seither arbeitet er eng mit den Bereichen Patientenverfügung und Palliativberatung des HVD Berlin zusammen.  Dr. Michael de Ridder hat seit den 1980er Jahren zahlreiche Texte in bundesdeutschen Medien wie Spiegel, Stern, Die Zeit, Süddeutsche Zeitung u.v.m. zu gesundheitspolitischen und medizinischen Themen publiziert. Aktuell befasst er sich intensiv mit der Ethik der Medizin am Lebensende. Michael de Ridder ist verheiratet.

Barbara Scheffer, geb. 1950 in Münster/NRW, ist seit 2001 im Bundeskanzleramt für Kultur und Medien mit dem Schwerpunkt Kulturelle Bildung zuständig. Bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien ist sie als Gleichstellungsbeauftragte und als Mitglied im Hauptpersonalrat aktiv. Nach ihrer Ausbildung als Medizinische Laborantin erwarb sie ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg. Zwischen 1981 und 1986 studierte sie Humanmedizin an der Universität Münster und war für verschiedene medizinische und pharmazeutische Unternehmen tätig. An der Fern-Universität Hagen studierte sie zwischen 2002 und 2006 zu Gender-Mainstreaming. 1990 trat sie in die SPD ein und engagierte sich immer auf Bezirks- und Landesebene. Seit 2012 gehört sie zum Landesvorstand der Berliner SPD. Barbara Scheffer lebt in Berlin und hat einen Sohn.

Nicolai Schley, geb 1981 in Peine, studierte zwischen 2003 und 2005 Verwaltungswissenschaften an der Universität Potsdam. Nach Stationen beim Paritätischen Berlin und bei der PR-Agentur Johanssen+Kretschmer im Bereich Kommunikation war Schley zwischen 2004 und 2011 Geschäftsführer und Produzent der ElementarFilm GbR, die Filmproduktionen für die Öffentlichkeitsarbeit und die interne Kommunikation erstellte. Derzeit ist Nicolai Schley Referent in der Bundesgeschäftsstelle der Deutschen Public Relations Gesellschaft e.V. (DPRG).

Swen Schulz, geb. 1968 in Hamburg, ist Abgeordneter der SPD im Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Berlin-Spandau – Charlottenburg Nord. Bereits mit 18 Jahren trat er in die SPD ein. Dem Politologiestudium an der Freien Universität in Berlin folgten verschiedene Ämter und Tätigkeiten bei der SPD. So war er 1994 zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter der Europaabgeordneten der SPD Dagmar Roth-Behrendt und anschließend vier Jahre lang Büroleiter bei dem SPD-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Behrendt. Während dieser Zeit war er bereits Bürgerdeputierter in Berlin-Spandau. 1998 wurde er dann in die Bezirksverordnetenversammlung des Bezirks gewählt. Parallel dazu stieg er in den Gremien der Partei auf. Er wurde Vorsitzender der Spandauer SPD und Mitglied des Berliner Landesvorstands. 2002 zog er schließlich für die Partei in den Bundestag ein. Seine Schwerpunkte liegen dort im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie dem Petitionsausschuss. Swen Schulz engagiert sich in zahlreichen Organisationen und Vereinen u.a. der Arbeiterwohlfahrt, dem August-Bebel-Institut für Soziale Demokratie, dem Sozialverband Deutschland e. V. und dem Verein Gegen Vergessen - Für Demokratie e. V. Swen Schulz ist Vater einer Tochter.

Prof. Dr. Jörg Soller, geb. 1952 in Beesen bei Halle, erlernte den Beruf eines Restaurantfachmanns in der elterlichen Gastwirtschaft. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Leipzig promovierte er in den 80er Jahren im Bereich „Technologie und Organisation des Gastgewerbes“. Sechs Jahre später erfolgte die Habilitation. Seit 1987 arbeitete Prof. Soller in verschiedenen leitenden Managementfunktionen in der Tourismuswirtschaft, u.a. von 1991 bis 1996 als geschäftsführender Direktor des Traditionshotels „Elephant“ der Flamberg Hotels GmbH in Weimar und danach als Controller der Hotelkette RAMADA TREFF Hotels AG. Heute ist Prof. Soller Leiter der Fachrichtung Tourismusbetriebswirtschaft an der Berufsakademie, dem heutigen Fachbereich II der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin und arbeitet in diversen Hochschulgremien mit. Weiterhin ist er Autor zahlreicher fachspezifischer Publikationen und in nationalen sowie internationalen touristischen Vereinigungen und Beiräten tätig. Darüber hinaus fungiert er als Direktor des Instituts für Tourismus Berlin e.V., das Anfang 2010 als An-Institut der Hochschule anerkannt wurde.

Iris Spranger, geb. 1961 in Halle/Saale, ist Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Finanzen in Berlin und stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Berlin. Von 1986 bis 1991 studierte sie Rechtswissenschaften an der Humboldt-Universität in Berlin. Nach ihrem Studium war sie als Bilanzbuchhalterin tätig und unterrichtete als Dozentin für die Handwerkskammer Potsdam Steuerrecht und kaufmännische Software. Parallel dazu gründete sie ein eigenes Unternehmen im Bereich der Finanzbuchhaltung. 1999 kandidierte sie für das Berliner Abgeordnetenhaus und gehört seitdem der SPD-Fraktion an. Zeitweilig füllte sie dabei die Funktion der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aus. Iris Spranger ist stellvertretende Bundes- und Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege sowie Vorsitzende des Victor-Klemperer-Kollegs. Iris Spranger ist verheiratet und hat ein Kind.

Alice Ströver, geb. 1955 in Hannoversch Münden, hat nach ihrem Abitur Germanistik und Publizistik an der Freien Universität in Berlin studiert. Als Teil der 68er Studentengeneration hat sie sich noch während des Studiums für bessere Studienbedingungen eingesetzt und an der Publikation einiger Studentenzeitungen mitgewirkt. Von 1983 bis 1988 hat sie als Lehrbeauftragte an der Freien Universität im Fachbereich Kommunikationswissenschaften gearbeitet und war nebenher journalistisch tätig. Anschließend war sie bis 1995 Mitarbeiterin der Fraktion der Alternativen Liste, prägte als Geschäftsführerin das Bildungswerk im Berufsverband Bildender Künstler Berlin und war bei der Europafraktion der Grünen festangestellt. Anschließend kandidierte sie für das Berliner Abgeordnetenhaus und ist seither Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. 2001 wirkte sie ein halbes Jahr als Staatssekretärin für Kultur in der rot-grünen Übergangsregierung. Alice Ströver ist Mitglied in zahlreichen Organisationen und Vereinen, u.a. der Max-Liebermann-Gesellschaft e.V. und der Deutsch-Amerikanische Vereinigung der Länderparlamentarier e.V. sowie Mitglied im Hörfunkrat des Deutschlandradios und Teil des Verwaltungsrats der Freien Volksbühne Berlin e.V. Alice Ströver ist verheiratet und hat ein Kind.

Winfried Sühlo, geb. 1935 in Hannover. Dr. phil., Historiker. Vorsitzender „Kulturforum Stadt Berlin der Sozialdemokratie e. V.“, Vorstandsmitglied in der „Stiftung Preußische Seehandlung“. Berufliche Tätigkeit überwiegend in der politischen Administration (Bundeskanzleramt; Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR; Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein; zuletzt Staatssekretär der Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten in Berlin – bis 1996). Mitglied im „Deutschen Werkbund“; in verschiedenen kulturellen Freundeskreisen und Vereinen engagiert.

Jens von Wedel, geb. 1958 in Bremerhaven, studierte ab 1978 Jura in Berlin. Ab 1984 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Straf- und Prozessrecht der Freien Universität tätig. Seit 1987 arbeitet von Wedel als Rechtsanwalt. 2001 war er Mitbegründer der Sozietät Gentz und Partner. Seine Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Strafrecht und Arbeitsrecht.

Prof. Dr. Gerald Wolf, geb. 1943 in Limbach, ist Neurobiologe und leitete bis 2008 als Direktor das Institut für Medizinische Neurobiologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er studierte in Leipzig Biologie und Medizin und unterrichtete nach Promotion und Habilitation Biologie für Mediziner an der ehem. Medizinischen Akademie Magdeburg. 1981 wurde er zum ordentlichen Professor am Lehrstuhl für Biologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ernannt. 1985 wurde er Direktor des Institutes für Biologie, 1992 dann Direktor Institut für Medizinische Neurobiologie. Nach der Wende engagierte sich Professor Wolf für die Demokratisierung der Medizinischen Akademie und übernahm verschiedene Funktionen in der akademischen Selbstverwaltung, u.a. als Prodekan, als Vorsitzender der Forschungskommission, als Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes und als Prorektor für Forschung. Er ist Mitglied in einer Vielzahl wissenschaftlicher Gesellschaften und interessiert sich neben der Neurobiologie besonders für die philosophischen Aspekte der Hirnforschung. Gerald Wolf ist verheiratet und hat zwei Kinder.

VorschauAnhangGröße
Selbstverständnis Kuratorium19.04 KB