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Humanismus

"Wenn uns die Menschen nicht als tätige Humanisten erleben, können sie unsere Weltanschauung gar nicht erfahren." Horst Groschopp

Humanismus ist eine Weltanschauung, die sich an den Interessen, den Werten und der Würde des einzelnen Menschen orientiert.
Er versteht sich als Sammelbegriff für die Gesamtheit von Ideen, um die Grundlagen für das menschliche Dasein, insbesondere die Menschlichkeit (humanitas), zu verbessern.
Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten ihm dabei als wichtigste Prinzipien im solidarischen Zusammenwirken aller Menschen in nachhaltiger sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Verantwortung.

Der Humanismus entwickelt Ideen und Initiativen, wie ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben im diesseits, also frei von „höheren Mächten", zu verwirklichen ist.
Obgleich es verschiedene Strömungen im Humanismus gibt, spricht er daher vor allem konfessionsfreie Menschen an - ganz gleich ob atheistisch, agnostisch, freidenkend oder freigeistig.

Der Humanismus, wie er etwa vom HVD vertreten wird, versteht sich als weltanschauliche Alternative, der es nicht um „plumpe Kritik" geht, sondern um die praktische Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen und ethischer Konflikte, um dem postmodernen „Wertevakuum" (zwischen christlich-abendländischem Konservatismus und multikultureller Beliebigkeit) entgegenzutreten.

Das Humanistische Selbstverständnis 2015 dient der Selbstverständigung des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) als Organisation in seiner jetzigen Phase der Entwicklung. Es soll dazu einladen, sich über Voraussetzungen, Grenzen und Perspektiven des organisierten Humanismus neue Gedanken zu machen. Es handelt sich hierbei um einen aktuellen Arbeitsstand, der bis 2017 auf der Bundesdelegiertenversammlung des humanistischen Bundesverbands diskutiert und dann beschlossen werden soll.