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Die Ursprünge des Humanistischen Verbandes Deutschlands

Der 1905 von Berliner Sozialdemokraten gegründete „Verein der Freidenker für Feuerbestattung“ gilt als die Keimzelle des HVD. Nach dem ersten Weltkrieg wuchs der Verband rasant und zählte unter dem Namen „Deutscher Freidenker-Verband“ über 600.000 Mitglieder im Deutschen Reich. Er vertrat die Rechte und Interessen kirchenfreier Menschen in seiner Kultur- und Bildungsarbeit. Mit der Machtübernahme des NS-Regimes ging die Zerschlagung des Verbandes einher. Zahlreiche Mitglieder mussten ins Exil oder erhielten Berufsverbot; einige wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Nach dem Krieg lebte der Verband in West-Berlin wieder auf. In der DDR war er nicht zugelassen. 

Die Gründung des Bundesverbandes HVD erfolgte 1993 aus mehreren freigeistigen Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen aus fast allen Bundesländern. Berlin wurde dabei zum erfolgreichsten Landesverband. 2010 beschlossen die Mitglieder der Humanistischen Verbände in Berlin und Brandenburg, zu einem gemeinsamen Landesverband HVD Berlin-Brandenburg zu verschmelzen.

Der HVD ist heute Mitglied der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), die bei der UN als Nichtregierungsorganisation akkreditiert ist und weltweit mehr als vier Millionen Humanisten repräsentiert. Außerdem unterstützt der HVD die Europäische Humanistische Föderation (EHF).

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Humanismus - Geschichte und Gegenwart1.14 MB
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