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Neue geschlechtsneutrale Schreibweise beim Berliner Jugendverband

16. Oktober 2012

Hetero-, homo, pan-, oder bisexuell? Intersexuell, Cisgender- oder Transgender? Mit diesen Begrifflichkeiten und wo sie gesellschaftlich verortet sind, hat sich der Berliner Jugendverband auseinandergesetzt und sich für eine neue, genderkonforme Schreibweise im Jugendverband entschieden.

Sexuelle Orientierungen und sexuelle Identitäten können von Mensch zu Mensch unterschiedlicher und vielfältiger nicht sein. Um allen Menschen die entsprechende Akzeptanz und Toleranz aufgrund ihrer Orientierung und Identität zu geben, möchten die JuHus mit einer genderkonformen Schreibweise, sowohl im Sprachgebrauch, als auch in Texten und Veröffentlichungen politisch Stellung beziehen. Eine geschlechtsneutrale, gendersensitive Sprach- und Schreibweise ist mit der Benutzung des Gender Gaps gekennzeichnet. Hierbei wird zwischen der männlichen und weiblichen Schreibweise ein Unterstrich eingefügt. Mit diesem Unterstrich werden existierende Geschlechter, Orientierungen und Identitäten, die bisher nicht sichtbar waren, sichtbar gemacht. Damit stellt sich der Jugendverband gegen die vorherrschende zweigeschlechtliche Geschlechterordnung und hinterfragt die klassische Weltsicht mit der Trennung in Mann und Frau.

Die Jungen Humanist_innen (JuHu) definieren sich als einen offenen Jugendverband, der sich klar Diskriminierungen jeglicher Art widersetzt. Sie fördern die Partizipation junger Menschen innerhalb der Gesellschaft. Mit der neuen, geschlechtsneutralen Schreibweise möchten den JuHus für eine gesellschaftliche Akzeptanz von sexueller Vielfalt werben und sich für das Recht auf eine selbstbestimmte Sexualität stark machen.